Prompts zum Kopieren

Vierzehn fertige Prompts für Kundenanfragen, Mails, Angebote, Posts und die Prüfung von Ergebnissen, zum Einfügen in ChatGPT, Claude oder Gemini.

Stand 28. September 2026 · Denis Kaliberda

Ein Prompt ist die Anweisung, die du einer KI gibst. Kopiere einen Prompt, füge ihn in ChatGPT, Claude oder Gemini ein und beantworte die Rückfragen, die die KI dir stellt. Übe zuerst mit erfundenen Daten, zum Beispiel mit einer ausgedachten Anfrage an einen Musterbetrieb. Gib keine Kundennamen, Gesundheitsdaten, vertraulichen Preise oder Betriebsgeheimnisse ein. Prüf jedes Ergebnis selbst, bevor du es verschickst, veröffentlichst oder damit rechnest.

Den Einstieg finden

Eine passende Aufgabe finden

Wofür: Du weißt noch nicht, bei welcher Aufgabe dir KI helfen kann.

Ich möchte ausprobieren, wie KI mir bei einer echten Arbeitsaufgabe hilft. Finde mit mir einen kleinen, sinnvollen Einstieg.

Stell mir immer nur eine kurze Frage und warte auf meine Antwort. Frag zuerst, was ich beruflich mache. Frag danach, welche Aufgaben regelmäßig Zeit kosten, welche Informationen ich dafür brauche und wie ein hilfreiches Ergebnis aussieht. Höchstens fünf Fragen insgesamt.

Schlag mir dann drei konkrete Aufgaben aus meinem Alltag vor. Nenne jeweils das mögliche Ergebnis und die nötigen Angaben. Erfinde keine Zeitersparnis und keine Fähigkeiten meines Kontos.

Empfiehl eine kleine Aufgabe, die ich zuerst mit erfundenen Beispieldaten übe. Lass mich auswählen und fang noch nicht mit der Umsetzung an. Versende, veröffentliche oder buche nichts.

Nenne zu jedem Vorschlag, was ich selbst prüfen muss, bevor ich ein Ergebnis nutze.

Die Aufgabe erledigen

Wofür: Du machst im selben Chat, also im selben Gesprächsverlauf, weiter, sobald du eine Aufgabe gewählt hast.

Hilf mir jetzt, die ausgewählte Aufgabe zu erledigen.

Fasse zuerst in einfachen Worten zusammen, welches Ergebnis ich bekomme. Wenn etwas Entscheidendes fehlt, frag einzeln danach. Wiederhole keine Fragen, die schon beantwortet sind.

Erstelle dann das Ergebnis. Erfinde keine Fakten, Zahlen, Preise oder Fristen. Markiere offene Punkte und trenne Annahmen von bestätigten Angaben.

Verändere keine Originaldateien. Versende, veröffentliche oder buche nichts. Solche Schritte bleiben Vorschläge, die ich selbst erledige.

Zeig mir zum Schluss das Ergebnis, die verwendeten Angaben und höchstens drei Dinge, die ich vor der Nutzung prüfen soll.

Eine Frage recherchieren

Wofür: Du willst eine Antwort mit Quellen, die du selbst nachprüfen kannst.

Ich möchte eine Frage recherchieren lassen.

Frag mich zuerst, welche Entscheidung oder Aufgabe ich damit vorbereite. Kläre danach einzeln die wichtigsten Grenzen, zum Beispiel Region, Zeitraum und gewünschte Tiefe. Frag nur, was die Recherche verändert.

Wenn du im Internet suchen kannst, such nach aktuellen Quellen. Bei Produktfunktionen und Preisen nimm bevorzugt die Seiten des Anbieters. Setz den Link direkt zu der Aussage, die er belegt. Trenne Fakten, Werbeaussagen und deine eigene Einschätzung. Achte auf Datum und Widersprüche.

Wenn du nicht im Internet suchen kannst, sag das vorher. Erfinde keine Quellen und keine Ergebnisse. Kontaktiere niemanden, kaufe und buche nichts.

Fasse zum Schluss zusammen, was belegt ist, was offen bleibt und welcher nächste Schritt sich ergibt. Nenne die Aussagen, deren Quelle ich selbst öffnen und prüfen soll.

Texte und Antworten

Kundenanfragen beantworten und Texte schreiben gehören laut KfW Research zu den typischen KI-Einsätzen im Mittelstand (Fokus Nr. 554, Juli 2026).

Antwort auf eine Kundenanfrage

Wofür: Du brauchst einen Antwortentwurf, der klingt wie du.

Hilf mir, eine Kundenanfrage zu beantworten. Der Text soll klingen, als hätte ich ihn selbst geschrieben.

Frag mich einzeln nach diesen Angaben und warte jeweils auf meine Antwort:
1. Die Anfrage im Wortlaut. Namen und Kontaktdaten lasse ich weg.
2. Zwei oder drei kurze Texte, die ich früher selbst geschrieben habe, damit du meinen Ton erkennst. Wenn ich keine habe, frag, ob ich Du oder Sie schreibe und wie förmlich.
3. Was ich dem Kunden sagen will, zum Beispiel Zusage, Absage, Rückfrage oder Terminvorschlag.

Schreib dann einen kurzen Entwurf. Kurze Sätze, keine Floskeln. Erfinde keine Preise, Termine, Fristen oder Leistungen. Wo eine Angabe fehlt, setz eine Lücke in eckigen Klammern, zum Beispiel [Termin].

Den Versand übernehme ich selbst. Nenne mir zum Schluss jede Stelle, an der ich etwas ergänzen oder prüfen muss.

Text einfacher und kürzer machen

Wofür: Ein langer oder schwieriger Text soll für Kunden schnell verständlich werden.

Mach einen Text einfacher und kürzer.

Frag mich zuerst, wer den Text lesen soll und wo er erscheint, zum Beispiel in einer Mail, auf einem Aushang oder auf der Website. Warte auf meine Antwort. Bitte mich dann um den Text.

Schreib ihn neu: kurze Sätze, ein Gedanke pro Satz, Fachwörter ersetzen oder beim ersten Auftreten erklären. Behalte alle Zahlen, Fristen, Namen und Bedingungen genau so bei wie im Original. Füge keine neuen Aussagen hinzu. Wenn du etwas weglässt, sag, was.

Veröffentliche oder versende nichts. Stell zum Schluss jede Zahl, Frist und Bedingung aus Original und neuer Fassung nebeneinander, damit ich prüfen kann, dass nichts verloren ging.

Mails und Aufgaben ordnen

Fünf Mails überblicken

Wofür: Aus mehreren Nachrichten wird eine Übersicht mit Prioritäten, Fristen und nächsten Schritten.

Ich möchte aus mehreren Nachrichten eine Arbeitsübersicht machen.

Frag mich zuerst, wonach ich priorisiere, zum Beispiel Fristen, Kundenanfragen oder laufende Aufträge. Warte auf meine Antwort. Bitte mich dann um die Nachrichten. Wenn ich keine habe, erstelle fünf kurze, ausdrücklich erfundene Nachrichten für einen kleinen Betrieb und nutze sie zum Üben.

Erstelle eine Tabelle mit Nachricht, Kategorie, Priorität, Begründung, ausdrücklich genannter Frist und nächstem Schritt. Erfinde keine Fristen. Wenn die Priorität von fehlenden Angaben abhängt, markiere das.

Schlag vor, welche Nachricht ich zuerst bearbeite, und frag, ob du dafür einen Antwortentwurf schreiben sollst.

Verändere kein Postfach: nichts verschieben, löschen, als gelesen markieren oder versenden. Nenne zum Schluss die Einordnungen, bei denen du unsicher bist und die ich prüfen soll.

Aus einer Notiz eine Aufgabenliste machen

Wofür: Stichpunkte, ein Zettel oder eine abgetippte Sprachnachricht werden zu einer geordneten Liste.

Mach aus meiner Notiz eine Aufgabenliste.

Bitte mich zuerst um die Notiz und warte. Frag danach einzeln nur das, was für die Liste nötig ist, zum Beispiel wer im Betrieb welche Aufgaben übernimmt.

Erstelle eine Liste mit Aufgabe, zuständiger Person, Frist und nächstem Schritt. Übernimm nur Namen und Fristen, die in der Notiz stehen. Wo etwas fehlt, schreib „offen“. Erfinde keine Aufgaben dazu. Wenn eine Stelle unklar ist, zitiere sie und frag nach.

Trag nichts in Kalender oder andere Programme ein und schick nichts an andere. Nenne zum Schluss die Punkte, die ich mit der Notiz vergleichen soll.

Angebote vorbereiten

Angebotsentwurf aus Anfrage und Preisliste

Wofür: Aus einer Kundenanfrage und deiner Preisliste entsteht ein erster Entwurf mit einer Liste offener Fragen.

Hilf mir, ein Angebot vorzubereiten. Ich übe zuerst mit einer erfundenen Anfrage und einer erfundenen Preisliste.

Bitte mich einzeln um diese Angaben und warte jeweils auf meine Antwort:
1. Die Anfrage des Kunden, ohne Namen und Adresse.
2. Meine Preisliste oder die Positionen, die ich verwende.
3. Besondere Bedingungen, zum Beispiel Anfahrt, Zahlungsziel oder wie lange das Angebot gilt.

Erstelle dann einen Entwurf mit Position, Menge, Einzelpreis und Summe. Verwende nur Preise aus meiner Preisliste. Erfinde keine Preise, Mengen, Fristen oder Leistungen. Was du nicht aus Anfrage und Preisliste ableiten kannst, kommt nicht ins Angebot. Schreib es in eine Liste „Offene Fragen an den Kunden“ oder „Offene Fragen an mich“.

Rechne jede Summe nachvollziehbar vor. Das Angebot verschicke ich selbst. Nenne mir zum Schluss die Positionen und Summen, die ich nachrechnen soll.

Angebot gegen Preisliste prüfen

Wofür: Ein fertiges Angebot wird vor dem Versand auf Preis- und Rechenfehler durchgesehen.

Prüfe ein Angebot gegen meine Preisliste.

Bitte mich zuerst um die Preisliste und warte. Bitte mich dann um das Angebot. Kundennamen und Adresse lasse ich weg. Wenn der Steuersatz nicht im Angebot steht, frag mich danach.

Vergleiche jede Position: Stimmt der Einzelpreis mit der Preisliste überein? Stimmt Menge mal Preis? Steht eine Position doppelt drin? Stimmen Steuer und Gesamtsumme?

Zeig das Ergebnis als Tabelle mit Position, Wert im Angebot, Wert laut Preisliste und Befund. Wenn eine Position nicht in der Preisliste steht, schreib „nicht in der Preisliste“. Erfinde keine Preise und ändere das Angebot nicht selbst.

Das Angebot verschicke ich selbst. Nenne zum Schluss die Abweichungen, die ich im Original nachsehen soll.

Posts und Werbung

Beitrag zum Foto einer fertigen Arbeit

Wofür: Du brauchst einen kurzen Text für Instagram, Facebook oder dein Google-Unternehmensprofil, also den Eintrag deines Betriebs in Google Maps und der Google-Suche.

Schreib mir einen kurzen Beitragstext zum Foto einer fertigen Arbeit.

Frag mich einzeln und warte jeweils auf meine Antwort:
1. Was auf dem Foto zu sehen ist. Ich beschreibe es oder lade das Foto hoch.
2. Was wir gemacht haben und was daran besonders war.
3. Wo der Beitrag erscheint, zum Beispiel Instagram, Facebook oder Google-Unternehmensprofil.
4. Ob der Kunde einverstanden ist, dass das Foto gezeigt wird.

Weise mich darauf hin, wenn auf dem Foto Gesichter, Autokennzeichen oder Hausnummern zu erkennen sind. Schreib dann zwei kurze Varianten in meinem Ton. Nenne keine Kundennamen und keine genaue Adresse. Erfinde keine Details, Preise, Bewertungen oder Zahlen. Keine Übertreibungen wie „der beste“.

Den Beitrag veröffentliche ich selbst. Nenne zum Schluss, was ich vor dem Posten prüfen soll, etwa Fakten, Schreibweise und die Erlaubnis für das Foto.

Text für Aushang oder Flyer

Wofür: Du brauchst einen kurzen, gut lesbaren Text für einen Aushang, einen Flyer oder eine kleine Anzeige.

Hilf mir, einen Text für einen Aushang oder Flyer zu schreiben.

Frag mich einzeln und warte jeweils auf meine Antwort:
1. Worum es geht, zum Beispiel ein neues Angebot, geänderte Öffnungszeiten oder eine offene Stelle.
2. Wer den Text lesen soll.
3. Welche Angaben draufstehen müssen, etwa Datum, Uhrzeit, Ort, Preis und Kontakt.
4. Wie viel Platz es gibt, zum Beispiel eine A4-Seite oder eine halbe Seite.

Schreib dann eine Überschrift, höchstens drei kurze Absätze und eine klare Angabe, wie man mich erreicht. Übernimm Daten, Preise und Kontaktangaben genau so, wie ich sie nenne. Erfinde nichts dazu. Keine Werbesprüche und keine Versprechen, die ich nicht belegen kann.

Drucken, Aufhängen und Verteilen übernehme ich selbst. Stell zum Schluss alle Daten, Preise und Kontaktangaben als Liste zusammen, damit ich sie gegenprüfe.

Ergebnisse prüfen

Ergebnis gegen den Auftrag prüfen

Wofür: Die KI prüft ihr eigenes Ergebnis im selben Chat noch einmal gegen deinen Auftrag und bessert nach.

Prüfe das bisherige Ergebnis gegen meinen ursprünglichen Auftrag und die Angaben, die ich dir gegeben habe.

Zeig mir die Stellen, an denen Angaben fehlen, Aussagen nicht belegt sind, etwas widersprüchlich ist oder der Entwurf noch nicht nutzbar ist. Wenn eine entscheidende Information fehlt, stell mir eine einzelne Rückfrage und warte auf meine Antwort.

Überarbeite das Ergebnis danach, soweit die vorhandenen Angaben reichen. Erfinde nichts, um Lücken zu füllen. Nenne Unsicherheiten weiterhin. Behaupte nicht, dass deine eigene Prüfung Fehler ausschließt.

Versende oder veröffentliche nichts. Nenne zum Schluss, was ich als Mensch prüfen oder entscheiden muss.

Gegenprobe mit dem Original

Wofür: Zahlen, Fristen und Namen in einem KI-Text werden Punkt für Punkt mit der Vorlage verglichen.

Mach eine Gegenprobe zwischen einem Original und einem Text, der daraus entstanden ist.

Bitte mich zuerst um das Original und warte. Bitte mich dann um den neuen Text. Das Original kann eine Anfrage, eine Notiz, eine Preisliste oder ein Vertrag sein.

Such im neuen Text jede Zahl, jeden Betrag, jedes Datum, jede Frist, jeden Namen und jede Bedingung. Erstelle eine Tabelle mit: Angabe im neuen Text, passende Stelle im Original als wörtliches Zitat, Befund. Befund ist „stimmt“, „weicht ab“ oder „steht nicht im Original“. Zeig auch Angaben aus dem Original, die im neuen Text fehlen.

Wenn du eine Stelle im Original nicht findest, schreib das. Erfinde keine Zitate. Ändere keinen der beiden Texte und versende nichts.

Nenne zum Schluss die Zeilen, die ich selbst im Original nachlesen soll.

Warum wörtlich zitieren? Eine Quelle neben einer Aussage heißt noch nicht, dass die Quelle die Aussage auch enthält. Ein zweiter Test: Stell dieselbe Frage in einem neuen Chat. Kommt etwas anderes heraus, ist das ein Warnzeichen.

Gefunden werden

Wie beschreibt die KI deinen Betrieb?

Wofür: Du siehst nach, was ein KI-Assistent heute über deinen Betrieb sagt und worauf er sich stützt.

Ich möchte wissen, wie du meinen Betrieb beschreiben würdest, wenn ein Kunde nach ihm fragt.

Frag mich zuerst nach dem Namen des Betriebs und dem Ort. Frag keine weiteren Daten ab und nenne keine Privatpersonen.

Wenn du im Internet suchen kannst, such danach. Wenn nicht, sag das zuerst und kennzeichne deine Antwort deutlich als Wissen ohne Suche.

Beschreibe den Betrieb dann in wenigen Sätzen: was er anbietet, wo er sitzt, wie man ihn erreicht und wann er geöffnet hat. Nenne zu jeder Aussage die Quelle mit Link, zum Beispiel die eigene Website, ein Verzeichnis, ein Bewertungsportal oder einen Pressebericht. Wenn du für eine Aussage keine Quelle hast, schreib „ohne Quelle“. Erfinde keine Angaben. Wenn du den Betrieb nicht findest, sag das.

Stell zum Schluss alle Aussagen als Tabelle dar: Aussage, Quelle, und eine leere Spalte „Mein Befund“. Dort trage ich selbst ein, ob etwas richtig, falsch, veraltet oder unvollständig ist. Ändere keine Einträge, schreib keine Bewertungen und veröffentliche nichts. Nenne mir die Quellen, die ich öffnen und prüfen soll.

Die Antwort ist eine Momentaufnahme. Sie sagt nichts darüber, ob und wie dein Betrieb künftig in KI-Antworten vorkommt. Dieselbe Frage kann in einem neuen Chat eine andere Antwort bringen. Kein großer Anbieter sagt eine Nennung zu. OpenAI schreibt in seiner Hilfe zur ChatGPT-Suche: „Placement is not guaranteed.“ Findest du falsche oder veraltete Angaben, korrigierst du sie dort, wo sie stehen: auf deiner Website oder im jeweiligen Eintrag. Bing nennt aktuelle und richtige Inhalte ausdrücklich in seinen Richtlinien für Websites.

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