ChatGPT ist der KI-Assistent von OpenAI, einer Firma aus den USA. Du schreibst eine Aufgabe in normaler Sprache, ChatGPT antwortet mit Text, Tabellen oder Bildern. Diese Seite zeigt, wofür ChatGPT im Betrieb taugt, was die Tarife kosten und welche Einstellungen du setzen solltest. Alle Angaben haben den Stand 28.09.2026. OpenAI ändert Tarife und Funktionen oft.
Wofür ChatGPT gut ist
Laut OpenAI hat ChatGPT diese Funktionen:
- Text: Mails, Angebote, Stellenanzeigen, Antworten auf Bewertungen entwerfen und umschreiben.
- Bilder und Sprache: Bilder erzeugen, Fotos hochladen und beschreiben lassen, per Sprache mit ChatGPT reden.
- Werkzeuge im Chat: Websuche, Dateien hochladen, Rechnen per Code. Auch im kostenlosen Tarif, dort mit engeren Grenzen.
- Office: Add-ins für Word, Excel und PowerPoint, also Erweiterungen, mit denen du ChatGPT direkt in diesen Programmen nutzt. Das Word-Add-in gibt es seit dem 17.09.2026 auch im kostenlosen Tarif.
- Work: einen Arbeitsmodus für Aufgaben in mehreren Schritten, mehr dazu unten.
Das ist eine Funktionsliste. Sie sagt nichts darüber, ob ChatGPT bessere Antworten gibt als andere Assistenten. Welche Assistenten es sonst gibt, zeigt Welche KI passt.
In den Tarifen Free und Go arbeitet laut OpenAI das kleinste Modell der Familie, GPT-5.6 Luna. Die bezahlten Tarife nutzen GPT-5.6 Sol.
Wo die Grenzen liegen
OpenAI schreibt auf seiner Hilfeseite selbst: ChatGPT kann sicher klingen, auch wenn es falsch liegt. OpenAI rät, ChatGPT als ersten Entwurf zu nutzen und nicht als endgültige Quelle. Die Websuche ist laut OpenAI standardmäßig an. Sie liefert Quellen, die du anklicken und prüfen kannst. Wie du Ergebnisse prüfst, steht unter Ergebnisse prüfen.
Tarife (Stand 28.09.2026)
- Free: kostenlos. Seit Ende August 2026 zeigt ChatGPT in Deutschland in Free Werbung. Das hat OpenAI angekündigt.
- Go: 8 € im Monat. Auch hier zeigt ChatGPT Werbung.
- Plus: 23 € im Monat, ohne Werbung.
- Pro: für Vielnutzer, ab 114 € im Monat.
- Business: laut Preisseite von OpenAI 21 € pro Person und Monat bei Jahreszahlung. Bei monatlicher Zahlung zeigte die Tarifübersicht in ChatGPT 26 €. Laut Hilfeseite von OpenAI sind mindestens zwei Plätze nötig. Zusätzlich gibt es teurere Premium-Plätze.
Die Preise für Go, Plus und Pro zeigte die Tarifübersicht in ChatGPT für ein deutsches Konto am 28.09.2026. Im App-Store können sie abweichen.
Pro Person ist der Aufpreis von Plus zu Business klein. Business braucht aber mindestens zwei Plätze. Wer allein arbeitet, zahlt also mehr als das Doppelte. Business bringt zwei Dinge, die bei Kundendaten zählen: standardmäßig kein Training mit deinen Daten und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Mehr dazu unter Datenschutz-Einstellungen weiter unten.
Projekte mit eigener Anweisung
Ein Projekt ist ein eigener Bereich in ChatGPT. Darin liegen Chats, Dateien und eine feste Anweisung, die für alle Chats im Projekt gilt. So musst du nicht jedes Mal neu erklären, wer du bist und wie dein Betrieb arbeitet.
Laut Hilfeseite von OpenAI (Stand 28.09.2026):
- Projekte gibt es für alle angemeldeten Nutzer, auch im kostenlosen Tarif.
- Die Anweisung trägst du in den Projekteinstellungen ein.
- Je Projekt kannst du Dateien ablegen: im Tarif Free bis zu 5, in Go und Plus bis zu 25, in Pro bis zu 40.
Ein Beispiel aus dem Handwerk: Du legst ein Projekt „Angebote“ an. In die Anweisung schreibst du, wie eure Angebote aufgebaut sind und welchen Ton ihr nutzt. Als Dateien legst du ein Musterangebot und eure Leistungsbeschreibung ab, ohne echte Kundendaten. Unsere fertigen Anweisungen zum Einfügen findest du unter Arbeitsanweisungen.
OpenAI bietet außerdem eigene Skills an. Das sind gespeicherte Arbeitsanweisungen als Ordner. Die Angaben von OpenAI widersprechen sich (Stand 28.09.2026): Die Hilfeseite nennt Business, Enterprise, Healthcare und Edu. Die Preisseite für Work und Codex nennt Skills in der Desktop-App auch für Plus und Pro. Probier es in deinem Tarif aus. Das Projekt ist der Weg, der sicher funktioniert.
Work (Arbeitsmodus)
Im normalen Chat stellst du eine Frage und bekommst eine Antwort. In Work beschreibst du ein Ergebnis. ChatGPT plant dann selbst, arbeitet mehrere Schritte ab und liefert am Ende fertige Dateien. Laut OpenAI ist der Chat für schnelle Fragen gedacht und Work für längere Arbeit mit einem klaren Ergebnis. Den Wechsel machst du über den Schalter „Chat / Work“.
Laut OpenAI (Stand 28.09.2026):
- Im Web und auf dem Handy gibt es Work in den bezahlten Tarifen, nicht in Free und Go.
- In der Desktop-App kann Work auch mit Dateien auf deinem Rechner arbeiten. Nachrichten und Aufgabenkontext können trotzdem in der Cloud gespeichert werden.
- Du kannst den Fortschritt verfolgen, Fragen beantworten und die Richtung ändern. Bei wichtigen Aktionen fragt Work nach und pausiert, bis du freigibst.
- Aufgaben können wiederkehrend laufen, zum Beispiel nach Zeitplan. Solche geplanten Aufgaben nennt OpenAI für Free (höchstens 3 aktive), Plus (5) und Business (10).
- Work teilt sich das Nutzungskontingent mit Codex, dem Programmierwerkzeug von OpenAI. Längere Aufgaben verbrauchen mehr.
- Im EWR, also in der EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen, fehlen einige Funktionen ganz oder teilweise, etwa Computer Use (die KI bedient selbst Programme am Bildschirm) und Memories (ChatGPT merkt sich Dinge über mehrere Chats hinweg).
OpenAI nennt fünf Dinge, die ein guter Auftrag für Work enthält:
- das Ergebnis, das du brauchst,
- die Quellen, die ChatGPT nutzen soll,
- die Grenzen, an die es sich halten soll,
- woran du gute Qualität erkennst,
- wann es für deine Prüfung oder Freigabe anhalten soll.
Das ist im Grunde eine Arbeitsanweisung wie für einen neuen Mitarbeiter. Wie Sprachmodell, Werkzeuge und Arbeitsmodus zusammenhängen, erklärt Vom Chatbot zum Mitarbeiter. Wie du ChatGPT an Mail oder Kalender anschließt und worauf du dabei achtest, steht unter Konnektoren.
Custom GPTs: Ende am 11.12.2026
Ein Custom GPT ist eine selbst gebaute ChatGPT-Variante mit fester Anweisung. Viele Anleitungen im Netz empfehlen sie noch. Laut Hilfeseiten von OpenAI (Stand 28.09.2026) gilt aber:
- In den Tarifen Free, Go, Plus und Pro kannst du keine neuen Custom GPTs mehr erstellen.
- Custom GPTs werden am 11.12.2026 abgeschaltet.
Hast du selbst einen Custom GPT gebaut? Dann kopier seine Anweisung und seine Dateien vor dem 11.12.2026 in ein Projekt. Für neue Aufgaben nimmst du gleich ein Projekt.
Datenschutz-Einstellungen
Was grundsätzlich nicht in eine KI gehört, steht unter Datenschutz. Hier die Einstellungen bei ChatGPT, laut Hilfeseiten von OpenAI (Stand 28.09.2026).
In Free, Go, Plus und Pro
- Training abschalten: Einstellungen, Datenkontrollen, „Das Modell für alle verbessern“. Mach das gleich bei der Einrichtung.
- Temporäre Chats: Sie werden nicht zum Training genutzt, solange sie temporär bleiben. Gespeichert werden sie bis zu 30 Tage.
- Daumen hoch oder runter: Wenn du eine Antwort bewertest, kann der ganze Chat zum Training genutzt werden.
- Verbundene Google-Apps: Mit Daten direkt aus Gmail, Google Kalender oder Google Drive trainiert OpenAI nicht. Das gilt nicht, wenn du Feedback gibst, Inhalte von Hand einfügst oder die Daten in einer Antwort stehen.
- Kein AVV: Für diese Tarife bietet OpenAI keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung an.
In Business
- Deine Daten werden standardmäßig nicht zum Training genutzt.
- OpenAI bietet einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung an, kurz AVV. Du beantragst ihn per Formular.
- Eine Speicherung in der EU gibt es für Business nicht. OpenAI bietet sie nur für Enterprise, Edu und die API an.
Wer personenbezogene Kundendaten mit ChatGPT verarbeiten will, braucht in der Regel Business mit AVV. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du deinen Datenschutzbeauftragten.
So fängst du an
- Konto anlegen. Für den Betrieb am besten mit einer Funktionsadresse wie ki@betrieb.example, nicht mit deiner privaten Adresse. Das rät auch die Datenschutzkonferenz (DSK, Rn. 41 und 42).
- Training abschalten. Einstellungen, Datenkontrollen, „Das Modell für alle verbessern“ aus.
- Projekt anlegen. Nenn es nach einer Aufgabe, zum Beispiel „Antworten auf Anfragen“. Trag in den Projekteinstellungen eine Anweisung ein. Eine fertige Vorlage ist das Betriebsprofil unter Arbeitsanweisungen.
- Mit erfundenen Daten testen. Zum Beispiel: „Frau Beispiel aus Bernau fragt nach einem Termin für eine neue Heizungsanlage.“ Weitere Ideen unter Prompts.
- Ergebnis prüfen. Leg das Original daneben und geh die Prüfroutine durch.
Erst wenn das klappt, lohnt sich der Blick auf Plus oder Business.